Mit den Skiern ging es im Schnee aber ganz gut, besonders an den ersten drei Tagen, denn da waren die Pisten perfekt präpariert, die Sonne hat geschienen und man hatte klare Sicht. Trotzdem durften wir zu Beginn des ersten Skitages noch nicht mal einen Tellerlift benutzen, sondern mussten immer den halben Berg hochkraxeln, sodass uns bereits in der Mittagspause die Beine geschmerzt haben und wir schon ahnten, dass manch ein blauer Fleck uns wohl plagen würde. Doch Herr Günnel hatte schon Recht mit dem Liftfahren, denn für einen Anfänger ist es gar nicht so einfach und man muss sich ziemlich konzentrieren um nicht hinzufallen. Nach der einstündigen Mittagspause, bei der sich alle vier Gruppen, die Anfänger mit Herr Günnel, die Fortgeschrittenen unter Leitung von Herr Weck, die Profis von Herr Zeuner und Herr Fischers Superprofis, getroffen, sich gegenseitig alles vom Tag erzählt und dabei leckere Speisen beziehungsweise drei Brötchen vom Lunchpaket
in den idyllischen Almhütten genossen haben, gewannen wir dann nämlich diese Erkenntnis, als uns die Teller am Nachmittag endlich das erste Mal die Piste raufkutschieren durften. Auf der Piste allerdings waren wir hochkonzentriert und schon ziemlich sicher unterwegs, sodass wir uns manchmal auch einen kleinen Spaß daraus machten, anderen Leuten die Kurven zu schneiden und sie zu ärgern.
Am vierten Tag jedoch hat der Wind uns manchmal ganz schön aus der Bahn geworfen, also sind wir hin und wieder etwas zu schnell geworden, haben zu spät angehalten und wären beinahe den Abgrund heruntergestürzt! Es kam sogar dazu, dass manche Anfänger die Einbiegung verpasst haben, mit zu viel Schwung gegen die Liftabsperrungen geknallt sind, und wenn sie nicht mehr bremsen konnten, mit der Nase voraus gegen ein Holzhaus gebrettert sind. Doch auch geübte Skifahrer wie Herr Fischer sind manchmal auf die Nase gefallen.
Als der fünfte und letzte Skitag dann anbrach, sah man schon manch ein trauriges Gesicht und es machte sich eine bedrückte Stimmung breit. Auf den Pisten hat es trotzdem wieder viel Spaß gemacht, auch wenn das Wetter nicht so optimal war. Es hatte die ganze Nacht geschneit und teilweise konnte man durch den Nebel seine eigene Hand nicht mehr vor Augen sehen. Doch nachdem man eine Weile im Tiefschnee und unter diesen Bedingungen gefahren ist, klappte es schon wieder ganz gut. Das Liftfahren war nun gar kein Problem mehr, wir haben sogar nebenbei gemütlich unser Knoppers gegessen und fröhlich gesungen. Als wir uns dann das letzte Mal ‚All Zeit gute Fahrt!‘ gewünscht haben, erinnerten wir uns jedoch wieder an den bevorstehenden Abschied und ein wenig Traurigkeit erfüllte uns. Deshalb haben wir unsere letzte Abfahrt umso mehr
genossen und sind noch einmal Schuss den Berg hinabgefahren. Auch die Lehrer waren wahrscheinlich so niedergeschlagen, dass sie sich am Abend ein, zwei Abschiedsgläschen genehmigt haben. Obendrein hat Herr Günnels Lieblingsmannschaft FC Bayern München an diesem Abend auch noch ein Spiel verloren. Auch wenn uns der Abschied schwergefallen ist, mussten wir zurück nach Plauen…. |