Gedenkveranstaltung für Dr. Isidor Goldberg gestaltet von der Arbeitsgemeinschaft „Geschichte“

Die AG „Geschichte III“ beschäftigt sich in diesem Schuljahr mit dem Schicksal des jüdischen Plauener Rechtsanwalts, Dr. Isidor Goldberg. Bereits 1933 kam Goldberg in „Schutzhaft“. Mit Hilfe von Freunden gelang ihm die Flucht nach Frankreich, wo er die nächsten 10 Jahre verbrachte. 1943 wurde er durch die deutschen Besatzungstruppen deportiert und wahrscheinlich in Auschwitz ermordet. Goldberg wirkte in Plauen als geachteter Jurist, engagierter Kommunalpolitiker und warnte bereits in den 1920-er Jahren eindringlich vor der faschistischen Gefahr. Zur Erinnerung und Würdigung dieses Plauener Demokraten luden die Schülerinnen und Schüler zu einer Gedenkveranstaltung im Amtsgericht ein, die auf ein breites öffentliches Interesse stieß. In einem Film gaben sie einen Einblick in das Leben Goldbergs, folgten seinen Spuren in Plauen und erläuterten, dass es nach 1945 keine juristische Aufarbeitung seines Schicksals gab. Unter der sympathischen Moderation von Sammy-Joe Geisler wurde den Gästen erläutert, wie man zu diesem Projekt kam, wie schwierig sich die Quellenauswertung gestalteteund welche Einsichten die AG-Mitglieder selbst gewannen. Die wichtigste berufliche Wirkungsstätte Isidor Goldbergs war das Amtsgericht Plauen. Deshalb soll dort symbolisch an ihn erinnert werden. Henriette Haas hatte ein Porträt gezeichnet, das im Rahmen der Veranstaltung an die Direktorin des Amtsgerichts, Frau Tolksdorf, überreicht wurde mit der Bitte, einen würdigen Platz im Gerichtsgebäude zu finden. Den Hobbyhistorikern der AG gebührt ein großes Lob für ihre engagierte und ergebnisorientierte Arbeit. Der Kammerchor und die AG-Technik trugen sehr zum Gelingen der Veranstaltung bei. Ihnen und allen Unterstützern des Projektes ein herzliches Dankeschön.