Hobbyhistoriker des Diesterweg-Gymnasiums beeindrucken Zeitzeugen

cwAm vergangenen Donnerstag präsentierten Schüler der Klassenstufen 10-12 des Diesterweg-Gymnasiums im  Stadtarchiv die Ergebnisse ihrer Recherchen zur Situation in Plauen nach dem II. Weltkrieg.

Auf Einladung des Vereins für Vogtländische Geschichte, Volks- und Landeskunde gaben die Hobbyforscher, die größtenteils Mitglieder der Arbeitsgemeinschaft „Heimatgeschichte“ sind,vor ca. 40 interessierten Zuhörern einen Einblick in die Ergebnisse ihrer Recherchen.

Die Elftklässlerin, Laura Opitz, beeindruckte selbst Zeitzeugen mit ihrer Power- Point- Präsentation zur Lage der Schulen und des Plauener Bildungswesens 1945. Sie hatte sich im Rahmen ihrer Facharbeit in der 10. Klasse mit diesem Thema beschäftigt.  Ungläubiges Staunen unter den jüngeren Gästen bewirkte ihre Aussage, dass 1945 an der damaligen Dittes-Schule über 700 Schüler von nur 8 Lehren unterrichtet wurden und das in einem stark zerstörten Gebäude. Ihre Ausführungen wurden ergänzt durch Erlebnisberichte von an- wesenden Zeitzeugen, was der Veranstaltung ein ganz besonderes Kolorit verlieh.

Schülerinnen der 10. Klasse erläuterten den Zuhörern den Inhalt ihrer Facharbeiten. Charlotte Will trug beispielsweise sehr engagiert vor, wie sie die Geschichte des Plauener Pionierhauses in ihrer Facharbeit erforscht hat und wie interessant sie die Entwicklung dieser Einrichtung fand.  Die Ernährungssituation in Plauen und die allgemeine Situation von Kindern und Jugendlichen wurden ebenfalls thematisiert.

Die Mitglieder der Arbeitsgemeinschaft „Geschichte“ gaben einen Einblick in ihre Arbeit. Sie berichteten über ihr Geocaching-Projekt „Auf den Spuren der Plauener Wendedemonstranten“ und über ihre spannenden Recherchen zum Explosionsunglück 1918 in Plauen und die Wahrnehmung durch nachfolgende Generationen.

Ein besonderes Highlight gaben Julia Schaufel und Sophia Fritzsch, die ein Jahr in den USA bzw. in Ecuador verbrachten. Beide beschäftigten sich seit 2007 mit der Heimatgeschichte. „Im Ausland“, so sagte Julia, „bekommt man eine andere Sicht auf die Dinge.“ Ihnen hätte es in Diskussionen häufig sehr geholfen, mit Zusammenhängen in der deutschen und regionalen Geschichte argumentieren zu können.

Die Diesterwegianer bedankten sich herzlich bei Frau Röber und Frau Naumann vom Stadtarchiv für die jahrelange sehr gute Unterstützung bei allen Geschichtsprojekten des  Diesterweg-Gymnasiums.  Über eine Fortsetzung derartiger Veranstaltungen wird nachgedacht.