Plauen – Rom – Plauen

Tag 1/2:

Nachdem wir gestern Abend mit Spaghetti und Pizza in unseren Gastfamilien versorgt wurden, gestaltete sich der Abend recht unterschiedlich. Während die einen bei den Deutsch- Hausaufgaben halfen, spielten die anderen Volleyball im Park oder trafen sich in großer Runde zum Plaudern.
Trotzdem hieß es für alle heute Morgen pünktlich um 8 in der Schulbank zu sitzen, da eine erste Kennenlernstunde auf dem Programm stand. Danach ging es gemeinsam durch den Großstadt- Dschungel zur Spanischen Treppe in das “Keats und Shelley“ Museum, um in deutsch-italienischen Gruppen in einem Workshop in englischer Sprache das Wissen zu testen. Danach stärkten wir uns alle bei Mc Donalds. Heute Nachmittag sitzen wir in gemütlicher Runde beisammen bevor wir zum Bowling starten.

Tag 3:

Am Vormittag trafen sich die Deutschen und Italiener, um zu lernen, wie man diese köstliche Pizza nun selbst herstellt. Eltern und Lehrer durften zu Mittag das Ergebnis probieren: einfach fabelhaft! Pizza mit Tomate und Käse, Pizza mit Salami, Pizza mit Schinken gefüllt… um nur ein paar Köstlichkeiten aufzuzählen. Da die Gasteltern auch aus Peru, Deutschland oder Kasachstan kommen, gab es auch deren Spezialitäten zu kosten. Eine Überraschung hatte der Gastgeber noch für uns selbst gebacken: eine Torte mit der deutschen und italienischen Flagge nebeneinander. Dafür gab es einen Extra-Applaus!

Tag 4:

In Italien ist es am Wochenende üblich, mit der ganzen Familie zusammen zu sitzen und zu essen. Da an diesem Sonntag nicht nur die Sonne lachte, sondern auch ein Gastgeber Geburtstag hatte, wurde die „ familia“ kurzerhand um uns erweitert und die Party in den Park verlegt. Die anderen hatten ja Samstag geschlemmt, daher stand eine Fahrradtour entlang der via Appia auf dem Programm. Das ist nämlich das Geheimnis der Italiener, schlank zu bleiben, obwohl sie es lieben, zu essen.
Montag hieß es wieder für alle: zeitig aus den Federn! Die Schule beginnt um 8! Während die Austauschpartner die Schulbank drückten, begaben wir uns auf den Weg zum Ursprung der Stadt: Kolosseum und Forum Romanum. Die Führung leitete eine Archäologin, die aus dem Nähkästchen plauderte.
Jupiter schien uns nicht auf dem Forum zu dulden, er schickte dicke Tropfen und Blitze! Doch auch da haben wir von den Römern gelernt! Wir bauten einfach eine Schildkröte aus Schirmen!
Einen Blick ins Rom der Neuzeit brachte uns der Besuch des Quirinal-Hügels mit Parlament und Regierungssitz des Präsidenten.

Tag 5:

Heute konnten wir feststellen, dass die Schule in Italien der deutschen gar nicht so unähnlich ist. Wir lernten viel über fossile Brennstoffe und deren Gewinnung durch die PowerPoint Präsentationen unserer Gastschüler, danach ging es für Experimente ins Science Lab. Die Direktorin begrüßte uns sehr herzlich und wir stellten unsere Schule mit Klara Hermanns Film und einer PowerPoint vor. Die Italiener freuen sich schon sehr, das alles bald live zu sehen.
Am Nachmittag besuchten wir einen typisch römischen Stadtpalast, die „ Villa Bonaparte“. Neben der beeindruckenden Architektur findet dort zur Zeit eine Ausstellung zu den Impressionisten statt. Die wollten wir natürlich nicht verpassen!
Und weil

alle wieder nach Rom zurück kommen wollen, durfte die obligatorische Münze in den Trevibrunnen nicht fehlen.
Ein Blick in das antike Trinkwasser-Reservoir unter der Stadt mit seinen vielen Fundstücken rundete einen „ bildungsreichen“ Tag ab.

Tag 6/7:

Der letzte Tag unseres Aufenthalts stand ganz im Zeichen der römischen Antike. In den Vatikanischen Museen bewunderten wir die Statuen Rafaels und die Sixtinische Kapelle. Im Petersdom wandten wir unsere Lateinkenntnisse an und konnten feststellen, dass wir die Inschriften schon übersetzen können!
Nach einem Pizzasnack auf der „via della conciliazione“ warfen wir einen letzten Blick von der Engelsburg auf die sieben Hügel der ewigen Stadt, um danach entlang des Tiber zur „Ara Pacis“ des Augustus zu spazieren. Nun gibt es ein letztes Mal Pizza, Pasta e Dolci zum Abendbrot, bevor es morgen früh „ Arrevederci“ heißt und: “Bis bald in Plauen!“
Wir bedanken uns sehr herzlich beim Freistaat Sachsen, ohne dessen Förderprogramm dieser Austausch so nicht zustande gekommen wäre. Unser Dank gilt auch dem Förderverein des Diesterweg-Gymnasiums Plauen.