Unternehmensgründung leicht gemacht

Wie schon auf den Social-Media Kanälen angekündigt, dreht sich diese Woche alles rund um das Thema Unternehmensgründung. Wir wollen euch dazu in der ganzen Woche Tipps und Tricks geben welche Dinge dabei beachtet werden. Heute soll es um das Thema Unternehmensgründung für unter 18-Jährige gehen. Welche Hürden da auf einen warten und was es unbedingt zu beachten gilt, lest ihr in diesem Artikel.
Als erstes sollte sich jeder, der ein Gewerbe gründen will im Klaren sein, was er damit erreichen will und welche Idee er hat. Am besten unterhält man sich davor mit so vielen wie möglich, die in dem Themengebiet bereits Erfahrung haben. Über solche Gespräche sollte geklärt werden, ob die Idee markttauglich ist. Doch was heißt das? Im Endeffekt ist das einfach zu beantworten. Gibt es genügend Menschen, die bereit wäre für das Produkt oder die Dienstleistung, die man anbieten will, Geld auszugeben. Durch beispielsweise eine kleine Marktforschung im Freundes- und Bekanntenkreis bekommt man schon schnell einen Eindruck davon. Hält die Idee bei „Experten“ stand, steht einer Gewerbeanmeldung, um seine Idee voranzubringen, nichts mehr im Wege.

Schritt 1: Beantragung der unbeschränkten Geschäftsfähigkeit beim Familiengericht
Seid ihr noch unter 18 Jahren, müsst ihr gemeinsam mit euren Eltern die unbeschränkte Geschäftsfähigkeit zur Anmeldung eines Gewerbes beim Familiengericht beantragen. In mehreren Schreiben müsst ihr darlegen, was der Gegenstand eures Gewerbes sein wird, welcher Zeitaufwand dabei ungefähr anfällt, wie sich dies mit euren schulischen Pflichten vereinbaren lässt und dass die Einnahmen nicht die Grenzen für Kindergeld und Familienversicherung überschreiten. Nach ca. zwei Monaten Bearbeitungszeit könnt Ihr mit der gerichtlichen Genehmigung als Minderjähriger ein Gewerbe anmelden.

Schritt 2: Eröffnung eines Geschäftskontos
Um zukünftig die Einnahmen und Ausgaben, welche mit eurem Unternehmen in Verbindung stehen, sauber abgrenzen, wird zur Beantragung eines separaten Kontos geraten. Dies ist jedoch nicht verpflichtend.

Schritt 3: Gewerbeanmeldung
Beim Gewerbeamt eurer Heimatstadt könnt Ihr schließlich offiziell ein Unternehmen gründen. Bezüglich der Rechtsform kommt wahrscheinlich für die meisten nur die Anmeldung eines Kleinunternehmens in Frage. Dabei ist weder ein bestimmtes Startkapital notwendig, noch die Pflicht zur Buchführung. Auch ein extra Firmenname muss (und darf auch nicht) vergeben werden. Die Firmenbezeichnung ist somit einfach Kleinunternehmen „Vorname Nachname“.

Schritt 4: Registrierung bei der IHK und beim Finanzamt
Mit der Gründung eines Unternehmens muss man sich gleichzeitig auch bei der zuständigen Industrie- und Handelskammer registrieren. Als Kleinunternehmer mit einer niedrigen Umsatzerwartung ist man jedoch vom IHK-Pflichtbeitrag befreit. Eine Steuererklärung wird zukünftig allerdings jährlich auf einen zukommen (in den meisten Fällen jedoch mit einer simplen Einnahmen-Überschussrechnung). Und so muss das mehrseitige Formular zur Anmeldung beim Finanzamt inkl. Gewinnprognose für das aktuelle und kommende Steuerjahr ausgefüllt werden

5. Schritt: Portfolio erstellen
Um sich bei potentiellen Kunden, Geldgebern oder anderen Businesspartnern vorstellen zu können, ist es von Vorteil ein kurzes und übersichtliches Portfolio bzw. Onepager zu erstellen. Dort sollte man sich und seine Idee/Produkt/ Dienstleistung vorstellen und die Vorteile herauszuarbeiten. Dabei ist darauf zu achten, dies möglichst übersichtlich und kurz zu gestalten, dass der Lesende es schnell erfassen kann und ihr im Gedächtnis bei ihm bleiben.

6. Schritt: Ein gutes Netzwerk ist alles
Kommt mit so vielen Menschen wie möglich ins Gespräch zu eurem Produkt, tretet Startup Netzwerken bei, beteiligt euch an Gründungswettbewerben oder Innovationsseminaren und sorgt dafür, dass die Welt von eurer Idee erfährt. Dies ist gar nicht so einfach, aber hier gibt es tolle Initiativen die euch unterstützen.
Dazu stellen wir euch in den nächsten Tagen noch so einiges vor.

Abiturienten spenden an drei Plauener Vereine

Weil ihr Abiball nicht stattfinden konnte, reichen Absolventen des Diesterweg-Gymnasiums mehrere Tausend Euro an Vereine weiter. Dort ist die Freude groß.

Mehr dazu in unserem Pressespiegel …