Exkursion der Klassen 5a und 5d in den Sächsischen Landtag

Am 9. Dezember unternahmen die Klassen 5a und 5d gemeinsam eine spannende und lehrreiche Exkursion nach Dresden, um den Sächsischen Landtag zu besuchen.

Schon die Anreise nach Dresden verlief erfreulich ruhig und entspannt – viele Schülerinnen und Schüler nutzten die Bahnfahrt für ein zweites Frühstück oder tauschten sich bei gemeinsamen Spielen miteinander aus. Dieser entspannte Einstieg half, die Aufmerksamkeit auf das bevorstehende Programm zu lenken und erste Vorfreude zu wecken.

Ein weiteres Highlight des Tages war der Besuch auf dem Dresdner Striezelmarkt. Hier tauchten wir in festliche Stimmung ein, konnten kleine Snacks probieren und uns mit Andenken versorgen. Einige Schülerinnen und Schüler nutzten die Gelegenheit, kleine Geschenke für ihre Familien auszusuchen oder sich ein Andenken an Dresden zu kaufen.

Im Mittelpunkt der Exkursion stand jedoch der Besuch des Sächsischen Landtags. Frau Juliane Pfeil, Abgeordnete und Mitglied der SPD-Fraktion, begrüßte die Klassen herzlich und lud zu Gespräch und Stärkung mit Getränken und Süßigkeiten ein. Besonders eindrücklich empfanden die Kinder die Fragerunde, in der sie beispielsweise wissen wollten, wie der Alltag einer Landtagsabgeordneten aussieht oder welche Stationen nötig sind, bis ein Gesetz beschlossen wird.

Im Rahmen der anschließenden Führung durch das Landtagsgebäude gewannen die Schülerinnen und Schüler interessante Einblicke in die Entwicklung des Hauses und in die Arbeit der Parlamente in Sachsen. Das Highlight war die Simulation einer eigenen Plenarsitzung: Die Teilnehmenden teilten sich in zwei Fraktionen auf und diskutierten engagiert das selbst gewählte Thema: „Einführung einer 4-Tage-Woche“. Besonders erfreulich waren die Ernsthaftigkeit und die Tiefe, mit der Pro- und Contra-Argumente ausgetauscht wurden. Schließlich setzte sich die befürwortende Fraktion durch. Mit diesem Planspiel wurde nicht nur politisches Wissen angewendet, sondern auch Teamfähigkeit, Argumentationskraft und demokratische Entscheidungsfindung praktisch erprobt.

Dieser Tag bot allen Teilnehmenden wertvolle Gelegenheiten, politische Strukturen zu begreifen und die eigene Stadt sowie das Land Sachsen besser kennenzulernen. Wir bedanken uns noch einmal herzlich bei Frau Herbst aus dem Büro des Sächsischen Landtages, die den Besuch für uns organisierte, und bei Frau Pfeil, die wir mit unseren Fragen regelrecht löcherten.

Abends kehrten alle wohlbehalten, mit vielen neuen Eindrücken und einem gestärkten Gemeinschaftsgefühl nach Plauen zurück. Die Exkursion ermöglichte es, Demokratie zu erleben und regte zum Weiterdenken an.

Text und Bilder: Fr. Reinsch

„Projekt EX“ 2025: So kann der Start in Ausbildung und Studium gelingen

Die Entscheidung für eine Ausbildung oder einen Studiengang ist keine leichte – einerseits möchte man Begeisterung für den zukünftigen Beruf entwickeln, andererseits spielen ganz praktische Erwägungen wie eigene Stärken und Schwächen eine wichtige Rolle. Wie sich also im „Dschungel“ der vielfältigen Berufsbilder eines auswählen?

Auf diesem Entscheidungsweg wollen wir unseren Schülerinnen der Jahrgangsstufe 11 ein wenig behilflich sein: Auch in diesem Jahr stand am letzten Schultag vor Weihnachten, dem 19.12.2025, wieder das „Projekt EX“ auf der Tagesordnung, bei dem (nicht nur) Absolventinnen und Absolventen des Diesterweg-Gymnasiums Einblick in ihren Karriereweg sowie Tipps und Tricks für den Berufsstart gaben.

In diesem Jahr zu Gast (v. l. n. r.): Niklas Geißler (Mathematik), Antonia Lotze (Medienmanagement), Jonas Uhlig (Werkstoffwissenschaft), Marlene Enders (Lehramt), Tom Seidel (Informatik), Linda Seidel (Steuerfachwirtin), Merle Höpner (Medizin), Franz Winter (Bundeswehr)

So hatte an diesem Tag jeder Schüler und jede Schülerin die Möglichkeit, sich in nach Interesse selbst gewählten Workshops den beruflichen Werdegang von drei verschiedenen Absolventen anzuhören und Fragen zu stellen: Arbeit in der Werkstoffwissenschaft, Karriere bei der Bundeswehr, Ausbildung im Steuerfachwesen oder Medien- und Informatikstudium – über diese und viele weitere Branchen konnten die Schüler/-innen Näheres erfahren.

Danaben gab es natürlich auch jede Menge Infos zum Organisatorischen rund um Studium und Ausbildung: Wie ist ein Studium oder eine Ausbildung aufgebaut? Wie finanziere ich meine „Lehrjahre“? Ist ein Auslandsaufenthalt sinnvoll? Zu diesen und vielen weiteren Aspekten sprachen unsere Workshopleiter aus eigener Erfahrung.

Interessant und ein wenig beruhigend war dabei für viele Zuhörer auch, dass sie mit ihrer Unsicherheit im Angesicht der Berufswahl gar nicht so alleine sind, denn einige Referenten sprachen ganz offen darüber, dass für sie selbst der Weg zum eigenen, „richtigen“ Beruf auch gar nicht so geradlinig war, sondern erst über „Umwege“ zum Ziel führte. Das macht hoffentlich Mut und wir wünschen all unseren Schülerinnen und Schülern, dass es ihnen ebenfalls gelingen wird, genau den passenden Berufsweg für sich zu finden.

Wir bedanken uns ganz herzlich bei allen Referent/-innen, die sich in der ereignisreichen Vorweihnacht die Zeit nahmen, uns zu besuchen und mit liebevoll vorbereiteten Vorträgen und Materialien unseren Schülern einen Anstoß für die eigene Berufswahl gaben!

Text: Fr. Stegemann & Fr. Ulbrich (Projektorganisatorinnen), Bild: Fr. Stegemann

Angewandte Ethik: Aufklärung zu Organ- und Stammzellspende am DG

Organspende – ein Thema für jeden!

Am 5.12.2025 fand im Rahmen des Ethikunterrichts eine Aufklärungsveranstaltung zum Thema Organspende statt, die von einer Fachmedizinerin, Frau Dr. Hartmann, durchgeführt wurde. Die Veranstaltung richtete sich an alle zehnten Klassen und hatte das Ziel, die Schüler über die Bedeutung und den Prozess der Organspende zu informieren.

Frau Dr. Hartmann, die transplantierte Patienten und solche, die auf ein Organ warten, betreut, begann die Veranstaltung mit einer allgemeinen Einführung in das Thema Organspende. Sie erklärte, wie Organspende Leben retten kann und welche Organe grundsätzlich gespendet werden können, wie zum Beispiel Herz, Leber, Niere, Lunge und Bauchspeicheldrüse. Besonders betonte sie die rechtlichen Aspekte der Organspende in Deutschland, das Einverständnis der Spender und die Bedeutung einer Organentnahme im Falle des Todes.

Sie erläuterte anschaulich, wie wichtig es ist, eine Entscheidung zur Organspende zu treffen und diese mit den Angehörigen zu besprechen. „Es geht nicht nur um den medizinischen Aspekt, sondern auch um den menschlichen, der den Unterschied für viele Patienten ausmachen kann“, sagte sie. Sie ermutigte die Schüler, sich Gedanken über das Thema zu machen und, wenn sie sich noch nicht entscheiden konnten, ihre Eltern und nahen Verwandten anzusprechen, um ihre Entscheidung zu klären.

Schließlich übernahm ein Betroffener das Wort, der als direkter Empfänger einer Organspende lebt. Der Mann berichtete über seine persönliche Geschichte, die von einer chronischen Diabeteserkrankung geprägt ist. Er war schließlich auf eine Nieren- und Bauchspeicheldrüsentransplantation angewiesen. Dank einer Spende konnten ihm neue Organe zur Verfügung gestellt werden, was ihm eine neue Lebensqualität und Hoffnung gab. „Die Transplantation hat mir mein Leben zurückgegeben“, sagte der Betroffene in seiner bewegenden Erzählung. Trotz der schweren gesundheitlichen Herausforderungen geht er heute weiterhin seiner Leidenschaft nach – dem Modellbau.

Der Betroffene schilderte auch die Schwierigkeiten, die nach der Transplantation noch bestehen.  Diese ehrlichen und offenen Worte hatten eine starke Wirkung auf die Schüler, die sich nun noch besser vorstellen konnten, welche Auswirkungen eine Organspende auf das Leben eines Menschen haben kann. Außerdem erklärte er noch, welche Sachen sich in seinem Leben verändert haben, dies bezog sich nicht nur auf die großen Bereiche seines Lebens, sondern auch auf alltägliche Dinge wie z.B. seine neu entdeckte Käseleidenschaft, die er erst nach der Transplantation entwickelte.

Im Anschluss an den Vortrag gab es eine offene Fragerunde, in der die Schüler die Gelegenheit hatten, ihre Fragen an die Fachmedizinerin und den betroffenen Empfänger zu richten. Die Fragen reichten von medizinischen Details, wie der Frage nach der Wartezeit auf ein Spenderorgan, bis hin zu ethischen Überlegungen, wie der Entscheidung, wer ein Organ erhält und wie die Priorisierung erfolgt.

Für uns war es ein guter Anreiz, die Gedanken nicht beiseite zu schieben, sondern sich mit dem Thema auseinanderzusetzen und auch mit Eltern und der Familie über ihre Wünsche zu sprechen.

Text: Anna R. (Kl. 10a), Bilder: Fr. Kleine

Die Idee von Weihnachten: Stammzellspende-Lebensretter am DG

Im Grunde sind es immer die Verbindungen mit Menschen, die dem Leben seinen Wert geben.

– Wilhelm von Humboldt –

Auch dieses Jahr hatte die Kursstufe Gelegenheit, sich als Stammzellspender registrieren zu lassen und sie nutzte es rege. Jeder Zweite war dabei! Ein tolles Ergebnis!

Seit Jahren schon schöne Tradition am DG: die Möglichkeit zur Stammzelltypisierung mit der DSD.

Dazu mussten die Schüler ein Wattestäbchen an der Innenseite der Wange streichen. Nach Entnahme der Probe wird die DNA nun isoliert und typisiert. Je mehr Spender registriert sind, desto größer ist die Chance für jeden Empfänger, einen passenden Spender zu finden. Denn alle 15 Minuten erkrankt ein Mensch in Deutschland an Leukämie. Sowohl Spender als auch Empfänger kennt unser Diesterweg-Gymnasium und so fiel vielen die Entscheidung nicht schwer.

Nach einer ausführlichen Infoveranstaltung konnte jeder selbst überlegen, ob er sich registrieren lassen wollte.

63 neue mögliche Lebensretter wollten am Ende – ein super Ergebnis! Für einige Menschen wird das Jahr 2026 damit möglicherweise ein sehr gutes Jahr werden.

Text und Bilder: Fr. Kleine