Am Sonnabend, dem 09.05.2026, durften wir Gäste an unserer Schule begrüßen:

Die ehemalige Klasse 12e verband ihr Klassentreffen mit einem Rundgang an unserer Schule, an der sie 1990 ihr Abitur ablegte. Neun Absolventinnen und Absolventen erinnerten sich bei der Führung durch das Schulgebäude an ihre zweijährige Schulzeit, die geprägt war durch fundamentale gesellschaftliche Veränderungen. Als Jahrgangsbeste der 10. Klassen der Polytechnischen Oberschulen Plauens begannen sie 1988 ihre Ausbildung an der damaligen Erweiterten Oberschule „Erich Weinert“. Mit Schmunzeln im Gesicht erzählten die Gäste von den Ergebnissen ihrer ersten Mathekontrolle, bei der eine Vier die beste Note war. Voller Hochachtung erinnern sie sich an ihren Mathe-Lehrer, Herrn Oltzscher, der sie – wie die anderen Lehrerinnen und Lehrer auch – dazu befähigte, dass die 15 Schülerinnen und Schüler der 12e das Abitur bestanden. Und das war für alle Beteiligten in der Zeit nach der Wende eine echte Herausforderung mit nicht mehr gültigen Lehrplänen, keinen aktuellen Lehrbüchern und unklaren Zukunftsaussichten. So trieb es den einen oder anderen nach dem Abitur bzw. Studium ins Ausland, wie z. B. nach Schweden und in die Schweiz, um später doch wieder als Experten auf ihrem Fachgebiet in die sächische Heimat zurückzukehren. Die Klasse freute sich besonders darüber, dass sie ihren ehemaligen Chemielehrer, Herrn Pomp, persönlich begrüßen konnte. Während der Besichtigung stellten die Besucher fest, dass es nicht mehr „ihre Schule“ wäre, was durchaus verständlich ist im Hinblick auf die
vielen positiven Veränderungen im Laufe der vergangenen Jahre. Ihr ehemaliges Klassenzimmer war die 105, heute Computerkabinett. Vor allem die Aula begeisterte die Ehemaligen mit dem neuesten Highlight, dem restaurierten Blüthner-Flügel. Sofort kam die Erinnerung, dass Jens Volkmar früher zu den Kulturabenden der EOS den Chor auf dem Klavier begleitete. Nach einer entsprechenden Bitte durch die Klassenkameradinnen
und -kameraden ließ er er es sich nicht nehmen, eine kleine musikalische Einlage zu geben zur Freude aller.
Natürlich wurden auch viele aus heutiger Sicht amüsante Anekdoten ausgetauscht, wie zum Beispiel die verhängnisvollen Folgen für das Versäumen des Unterrichts durch die plötzlich gewonnene Freiheit, in den „Westen“ fahren zu dürfen. Auch die traditionellen Schülerbälle wurden thematisiert. Und wer weiß: Vielleicht bahnte sich ja die spätere Eheschließung zwischen zwei Klassenkameraden dort an?
Wir freuen uns sehr über das Interesse der ehemaligen Schülerinnen und Schüler der Klasse 12e an ihrer und unserer Schule, danken für den Besuch und wünschen ihnen und ihren Familien alles Gute. Bis bald!
Text: H. Schreyer Foto: F. Schmeißner
