Die Klassen 10a und 10b beendeten den Geschichtsunterricht der Sekundarstufe I mit einem Besuch im Plauener Stadtarchiv. Dort findet zur Zeit die Ausstellung „Plauener Augenblicke – alte Glasnegative neu inszeniert“ statt.


Die Schülerinnen und Schüler der 10. Klassen bewiesen schon bei vielen Projekten ihr heimatgeschichtliches Interesse. So wurden für die Facharbeiten Themen aus der Vergangenheit von Plauen und unserer Region gewählt. Recherchiert wurde beispielsweise zum ehemaligen Kinderheim „Walter Hedler“, zum Bau der Talsperre Pöhl, zur besonderen Situation von Plauen als grenznahe Stadt in der DDR, zu Plauener Schicksalen vor und nach der Wende, zur Entstehung der Gedenkstätte Mödlareuth sowie zur Entwicklung der Plauener Spitzenfabrikation nach der Wiedervereinigung.
Bei dem Besuch im Stadtarchiv konnten die Schülerinnen und Schüler in die Plauener Stadtgeschichte eintauchen. Unter der sachkundigen Führung der Archivarin, Frau Reinel, entdeckten wir viele spannende Einzelheiten aus dem Stadtbild vor allem aus der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Durch die Bearbeitung der alten Glasnegative und die hochauflösende Digitalisierung können kleinste Ausschnitte sichtbar gemacht werden, erwachen damit zu neuem Leben und zeigen manchmal aus heutiger Sicht Kuriositäten. Besonders interessant fanden wir die Aufnahmen der Bahnhofstraße, wo es einen Zahnarzt gab, der gleichzeitig Zuckerwaren vertrieb.
Eifrig suchten die jungen Leute nach möglichen alten Bildern ihrer heutigen Wohnviertel und freuten sich, wenn sie fündig wurden oder staunten über die kaum wiederzuerkennenden Veränderungen.

Nun stehen auch bei den Zehntklässlern große Veränderungen an: der Übergang in die Abiturstufe oder der Wechsel an eine andere Bildungseinrichtung. Es wäre schön, wenn sich die Schülerinnen und Schüler ihr Interesse an der Regionalgeschichte und ihre Verbundenheit mit der Heimat erhalten würden. Dafür und für den neuen Lebensabschnitt wünschen wir Lehrerinnen und Lehrer beste Gesundheit, Kraft, Mut, Erfolg und persönliches Glück. Alles Gute!
Text und Fotos: H. Schreyer
