In der letzten Woche der Sommerferien, vom 9. bis 11. August, erlebten wir, Schülerinnen und Schüler aus der Kursstufe, zusammen mit unserem Lehrer Herrn Kreisig ein kleines Abenteuer: Wir trafen uns im Wald von Landwüst zu einem Bushcraft-Camp. Dabei lebt man mit einfachen Mitteln und natürlichen Materialien in der Natur. Unser Ziel war es, Neues zu lernen und unseren durchstrukturierten Alltag für einige Zeit zu verlassen. Passend zum Fach Persönlichkeitsentwicklung entschieden wir uns freiwillig dafür, unsere Komfortzone zu verlassen. Ganz ohne Komfort mussten wir dabei dank Herrn Kreisig aber nicht auskommen.


Unser eigenes Lager
Am ersten Tag drehte sich alles um den Aufbau unseres Lagers. Zuerst suchten wir einen passenden Platz und lernten, worauf man bei der Auswahl eines solchen Ortes achten sollte. Danach wurden die Aufgaben verteilt: Einige kümmerten sich um die Tarps für die Schlafplätze, andere sammelten und sägten Holz zurecht, aus dem wir Tische und Bänke bauten. Auch eine einfache Toilette musste gegraben werden. Für das gemeinsame Essen gehörte außerdem das Abwaschen im Bach zu unseren Aufgaben.
Auch wenn vieles davon ungewohnt und anstrengend war, konnten wir so erfahren, wie wenig man eigentlich braucht, um einige Tage in der Natur zu verbringen.



Essen, Natur und Freizeit
Für das Essen hatte Herr Kreisig gesorgt und alle benötigten Lebensmittel mitgebracht. Dafür hatten wir vorher einen kleinen Unkostenbeitrag bezahlt. Es gab eine reichliche Auswahl an vegetarischen Gerichten, was für manche ebenfalls eine kleine Umstellung war.
Zwischen den geplanten Aktionen hatten wir genügend Freizeit, in der wir spazieren gehen, die Umgebung erkunden, Karten spielen oder in einem kleinen Teich in der Nähe baden konnten. Am Abend saßen wir entweder am Feuer zusammen oder besuchten den nahegelegenen Hügel, um den Sonnenuntergang anzuschauen.



Orientierung und Wasserfiltern
Am nächsten Morgen lernten wir nach dem Frühstück einiges über Orientierung und Wasserfilterung. Danach wusste jeder ein bisschen besser, wie man sich mit und ohne Kompass zurechtfinden und wie man in der Natur an sauberes Wasser kommen kann.
Nach dem Mittagessen gab es einige pädagogische Spiele. Zum Beispiel musste ein Partner mit verbundenen Augen durch den Wald geführt werden. Dabei waren Vertrauen und gute Kommunikation gefragt.
Das Highlight des Tages war allerdings eine kleine Herde entlaufener Kühe, die plötzlich in der Nähe unseres Lagers auftauchte. Den Abend verbrachten wir anschließend mit einer Runde Werwolf.
Ein gemeinsames Erlebnis
Am letzten Morgen bauten wir unser Lager wieder ab und ließen die drei Tage bei einer gemeinsamen Feedbackrunde beim Frühstück ausklingen.
Insgesamt war das Camp eine sehr vielseitige Erfahrung. Von neuen Herausforderungen über anstrengende Aufgaben wie Graben, Sägen und Bauen bis hin zu viel Ruhe in der Natur haben wir einiges erlebt. Dabei konnten wir als Gruppe zusammenarbeiten und unseren Alltag für ein paar Tage hinter uns lassen. Sich einmal so zu reduzieren, trug dazu bei, dass es uns viel leichter fiel bei unserer Heimkehr, die einfachen Dinge, wie eine normale Toilette, zu schätzen.
Ein großes Dankeschön geht an unseren Lehrer für Persönlichkeitsentwicklung, Herrn Kreisig, der uns diese Erfahrung ermöglicht und das Camp organisiert hat.
Text: Elli H. (Kl. 12), Bilder: Hr. Kreisig, teilnehmende Schüler
