Wie lässt sich herausfinden, welche Tierart tatsächlich in einer Wurst verarbeitet wurde? Und wie kann man winzige Mengen DNA im Labor sichtbar und analysierbar machen? Diesen Fragen ging der Biologie-Leistungskurs der Jahrgangsstufe 12 am 22. September 2026 bei einem spannenden Praxistag an der Dualen Hochschule Plauen nach.



Zu Beginn erhielten die Schülerinnen und Schüler eine Einführung in die Polymerase-Kettenreaktion, kurz PCR. Dabei erfuhren sie nicht nur, wie das Verfahren funktioniert, sondern auch, wo es im Alltag und in der Forschung eingesetzt wird. Ein anschauliches Beispiel ist die Lebensmittelkontrolle: Mithilfe genetischer Methoden kann überprüft werden, ob eine als Schweinesalami deklarierte Wurst tatsächlich nur Schweinefleisch enthält oder ob beispielsweise auch Rind verarbeitet wurde.

Nach der Theorie folgte die Praxis. Im Labor extrahierten die Schülerinnen und Schüler zunächst selbst DNA aus Proben. Anschließend führten sie eine Real-Time-PCR durch und lernten außerdem die Gelelektrophorese als weitere wichtige Methode der Molekularbiologie kennen.
Auch das präzise Arbeiten im Labor spielte eine große Rolle. Die Jugendlichen übten den korrekten Umgang mit Mikropipetten und erfuhren, wie wichtig Genauigkeit, Sauberkeit und sorgfältiges Arbeiten bei genetischen Untersuchungen sind.



Vier Stunden lang begleitete Frau Prof. Dr. Sammer den Kurs durch die praktische Arbeit. Unterstützt wurde sie dabei von Laboringenieur Herrn Wolf, der den Schülerinnen und Schülern ebenfalls bei den einzelnen Arbeitsschritten zur Seite stand und wertvolle Einblicke in die praktische Laborarbeit vermittelte.
Der Praxistag bot dem Biologie-Leistungskurs die Gelegenheit, Unterrichtsinhalte aus der Genetik einmal ganz anders zu erleben: nicht nur aus dem Lehrbuch, sondern direkt im Labor. So erhielten die Schülerinnen und Schüler einen anschaulichen Einblick in wissenschaftliches Arbeiten und in die vielfältigen Einsatzmöglichkeiten moderner Molekularbiologie.
Text und Bilder: Fr. Lützel



