Angewandte Ethik: Aufklärung zu Organ- und Stammzellspende am DG

Organspende – ein Thema für jeden!

Am 5.12.2025 fand im Rahmen des Ethikunterrichts eine Aufklärungsveranstaltung zum Thema Organspende statt, die von einer Fachmedizinerin, Frau Dr. Hartmann, durchgeführt wurde. Die Veranstaltung richtete sich an alle zehnten Klassen und hatte das Ziel, die Schüler über die Bedeutung und den Prozess der Organspende zu informieren.

Frau Dr. Hartmann, die transplantierte Patienten und solche, die auf ein Organ warten, betreut, begann die Veranstaltung mit einer allgemeinen Einführung in das Thema Organspende. Sie erklärte, wie Organspende Leben retten kann und welche Organe grundsätzlich gespendet werden können, wie zum Beispiel Herz, Leber, Niere, Lunge und Bauchspeicheldrüse. Besonders betonte sie die rechtlichen Aspekte der Organspende in Deutschland, das Einverständnis der Spender und die Bedeutung einer Organentnahme im Falle des Todes.

Sie erläuterte anschaulich, wie wichtig es ist, eine Entscheidung zur Organspende zu treffen und diese mit den Angehörigen zu besprechen. „Es geht nicht nur um den medizinischen Aspekt, sondern auch um den menschlichen, der den Unterschied für viele Patienten ausmachen kann“, sagte sie. Sie ermutigte die Schüler, sich Gedanken über das Thema zu machen und, wenn sie sich noch nicht entscheiden konnten, ihre Eltern und nahen Verwandten anzusprechen, um ihre Entscheidung zu klären.

Schließlich übernahm ein Betroffener das Wort, der als direkter Empfänger einer Organspende lebt. Der Mann berichtete über seine persönliche Geschichte, die von einer chronischen Diabeteserkrankung geprägt ist. Er war schließlich auf eine Nieren- und Bauchspeicheldrüsentransplantation angewiesen. Dank einer Spende konnten ihm neue Organe zur Verfügung gestellt werden, was ihm eine neue Lebensqualität und Hoffnung gab. „Die Transplantation hat mir mein Leben zurückgegeben“, sagte der Betroffene in seiner bewegenden Erzählung. Trotz der schweren gesundheitlichen Herausforderungen geht er heute weiterhin seiner Leidenschaft nach – dem Modellbau.

Der Betroffene schilderte auch die Schwierigkeiten, die nach der Transplantation noch bestehen.  Diese ehrlichen und offenen Worte hatten eine starke Wirkung auf die Schüler, die sich nun noch besser vorstellen konnten, welche Auswirkungen eine Organspende auf das Leben eines Menschen haben kann. Außerdem erklärte er noch, welche Sachen sich in seinem Leben verändert haben, dies bezog sich nicht nur auf die großen Bereiche seines Lebens, sondern auch auf alltägliche Dinge wie z.B. seine neu entdeckte Käseleidenschaft, die er erst nach der Transplantation entwickelte.

Im Anschluss an den Vortrag gab es eine offene Fragerunde, in der die Schüler die Gelegenheit hatten, ihre Fragen an die Fachmedizinerin und den betroffenen Empfänger zu richten. Die Fragen reichten von medizinischen Details, wie der Frage nach der Wartezeit auf ein Spenderorgan, bis hin zu ethischen Überlegungen, wie der Entscheidung, wer ein Organ erhält und wie die Priorisierung erfolgt.

Für uns war es ein guter Anreiz, die Gedanken nicht beiseite zu schieben, sondern sich mit dem Thema auseinanderzusetzen und auch mit Eltern und der Familie über ihre Wünsche zu sprechen.

Text: Anna R. (Kl. 10a), Bilder: Fr. Kleine

Die Idee von Weihnachten: Stammzellspende-Lebensretter am DG

Im Grunde sind es immer die Verbindungen mit Menschen, die dem Leben seinen Wert geben.

– Wilhelm von Humboldt –

Auch dieses Jahr hatte die Kursstufe Gelegenheit, sich als Stammzellspender registrieren zu lassen und sie nutzte es rege. Jeder Zweite war dabei! Ein tolles Ergebnis!

Seit Jahren schon schöne Tradition am DG: die Möglichkeit zur Stammzelltypisierung mit der DSD.

Dazu mussten die Schüler ein Wattestäbchen an der Innenseite der Wange streichen. Nach Entnahme der Probe wird die DNA nun isoliert und typisiert. Je mehr Spender registriert sind, desto größer ist die Chance für jeden Empfänger, einen passenden Spender zu finden. Denn alle 15 Minuten erkrankt ein Mensch in Deutschland an Leukämie. Sowohl Spender als auch Empfänger kennt unser Diesterweg-Gymnasium und so fiel vielen die Entscheidung nicht schwer.

Nach einer ausführlichen Infoveranstaltung konnte jeder selbst überlegen, ob er sich registrieren lassen wollte.

63 neue mögliche Lebensretter wollten am Ende – ein super Ergebnis! Für einige Menschen wird das Jahr 2026 damit möglicherweise ein sehr gutes Jahr werden.

Text und Bilder: Fr. Kleine

Nordische Weihnachtsklänge begeistern bei den DG-Weihnachtskonzerten

Eine Mischung aus altbekannten Klassikern und neu entdeckter skandinavischer Weihnachtsmusik erklang am vergangenen Wochenende bei den diesjährigen Weihnachtskonzerten unserer Schule am 12. und 13. Dezember.

Chöre und Schulband kreieren Weihnachtsstimmung vor ausverkaufter Kulisse

Den Ansturm auf die Karten war auch in diesem Jahr wieder gewaltig – am Freitag gingen sogar einige Musikliebhaber leer aus, da die Karten bereits im Vorfeld komplett ausverkauft waren. Kein Wunder, denn bereits das erste Lied „Adiemus“, zu dem die Chöre in die Erlöserkirche einzogen, verursachte beim Publikum eine echte Gänsehaut! Der Große Chor und Kammerchor trugen große Klassiker, aber auch Lieder verschiedener Kulturkreise, zum Beispiel das skandinavische „Jul, jul“ vor, das auch Ideengeber des diesjährigen Mottos „Jul, jul – stralande jul!“ war. Der Kleine Chor, der in diesem Jahr durch die vielen Choristen und eine besonders tolle Bühnenpräsenz begeisterte, präsentierte unter anderem „O Holy Night“ oder „Leise rieselt der Schnee“. Bereichert wurde die Auswahl durch moderne Stücke wie „Underneath the tree“ von Kelly Clarkson, vorgetragen von der Schulband rund um Frontfrau Luzie.

Durch das Konzert führte nun schon zum zweiten Mal unser charmantes Moderatorenteam bestehend aus Friedemann und Elias aus der Klasse 9b, die an beiden Abenden mit viel Witz souverän das Programm abrundeten.

Das Schönste ist und bleibt oder doch (vor allem für uns Lehrkräfte unter den Zuschauern) die jedes Jahr aufs neue bestehende Begeisterung darüber, was für ein fantastisches Programm die Schülerinnen und Schüler aller Klassenstufen von Klasse 5 bis 12 mit den beiden Chorleiterinnen Frau Schöler und Frau Martin, dem Bandleiter Herr Kreisig sowie der musikalischen Begleitung durch Frau Müller, Amalia (Kl. 11) und Selin (Kl. 12) auf die Beine gestellt haben. Das macht nicht nur großen Eindruck, sondern auch stolz darauf, solch engagierte und begeisterungsfähige Jugendliche zu unterrichten und zu begleiten.

Vielen Dank für eure großartige musikalische und organisatorische Leistung!

Großartige Lichtstimmung in besinnlicher Erlöserkirche

Wie immer war die Konzertlocation der Erlöserkirche Plauen mit ihren beeindruckenden Buntglasfenstern, vor deren Hintergrund die Chöre und Band sangen, perfekt in Szene gesetzt durch die fleißigen Teams der AGs Licht- und Ton-Technik, die unter der Leitung von Herrn Brückner und Jonathan Martin wie die Profis arbeiteten. Ohne das wunderbar warme Licht und den ausgewogenen Ton wären die Konzerte nur halb so beeindruckend!

Wir danken Herrn Pastor Zieboll und der Erlöserkirche herzlich für die alljährliche Nutzungserlaubnis der Kirche und unseren Arbeitsgemeinschaften für ihre harte Arbeit!

Weihachtsstimmung über die Musik hinaus

Auch die Zwölftklässler/-innen trugen wieder zu gelungenen Abenden bei, indem sie vor dem Konzert und in der Pause heiße Getränke, Gebäck, Grillgut und kleine Geschenkideen auf ihrem Weihnachtsmarkt an der Kirche anboten. Dass dieses Angebot zahlreich genutzt wurde, freut nun auch die Abikasse des Jahrgangs.

Text: Fr. Stegemann, Bilder: Caroline A. (10b), Felix L. (10c)

Ehrung der Sieger der 2. Runde der 65. Matheolympiade

Am 12.11.25 fand die Regionalrunde der 65. Mathematikolympiade statt. Die 26 Teilnehmer und Teilnehmerinnen der Klassenstufen 5 bis 12 des Diesterweg-Gymnasiums traten in den Wettstreit mit 5 weiteren Gymnasien aus dem Vogtland: Klingenthal, Rodewisch, Markneukirchen, Auerbach und Reichenbach. Insgesamt nahmen 196 Schüler und Schülerinnen an dem anspruchsvollen Mathematikausscheid teil.

Unsere mathematisch begeisterten Schüler und Schülerinnen waren auch dieses Jahr wieder sehr erfolgreich. Insgesamt 8 Preise und 3 Anerkennungen gingen an das Diesterweg-Gymnasium Plauen.

Hinten von links: Hr. Zschoche, Matvii Shkonda, Vincent Kad, Fr. Schloßbauer
Mitte von links: Svea Volkmar, Sophie Lippert, Luis Hecker, Vincent Trampel
Vorne von links: Fr. Weykopf, Lina Wild, Benno Dude, Felix Brendel

Am Freitag, 12.12.25, fand die Siegerehrung mit Herrn Zschoche im kleinen Rahmen statt. Für die Preisträger gab es einen Gutschein, ein Knobelspiel und Schokolade.

Den ersten Preis in ihrer Klassenstufe erhielten jeweils Matvii Shkonda (Kl. 6), Felix Brendel (Kl. 7), Sophie Lippert (Kl. 9) und Yannik Schmidt (Kl. 10).

Einen zweiten Preis verdienten sich Vincent Trampel (Kl. 8) und Luis Hecker (Kl. 11). Vincent Kad (Kl. 6) und Lina Wild (Kl. 12) bekamen einen 3. Preis. Anerkennungen gingen an Benno Dude (Kl. 7), Svea Volkmar (Kl. 8) und Iwan Warkentin (Kl. 12).

Für die 3. Runde, die im Februar in Chemnitz stattfindet, haben sich qualifiziert: Matvii Shkonda (Kl. 6), Vincent Kad (Kl. 6), Felix Brendel (Kl. 7), Benno Dude (Kl. 7), Vincent Trampel (Kl. 8), Svea Volkmar (Kl. 8) und Sophie Lippert (Kl. 9).

Text und Bild: Fr. Weykopf

Exkursion der 11. Klasse nach Leipzig

Am 3. Dezember 2025 besuchten die Leistungskurse Englisch, Kunst, Geschichte und Biologie der 11. Klasse die Kulturstadt Leipzig.

Während der Biologie-Leistungskurs im Leipziger Zoo die Tiger, Schneeleoparden und eine Menge weiterer Tiere betrachtete und Fotos schoss, besuchten der Englisch-, Kunst- und Geschichte-Leistungskurs das Amerikanische Konsulat. Dort erhielten die Schüler die seltene Gelegenheit, in einem Gespräch mit einer US-Diplomatin Einblicke in die internationale Politik und Auslandsvertretung zu gewinnen.

Den Abschluss des Tages bildete, nach einem Abstecher auf den Weihnachtsmarkt, eine spannende Rundführung über den Hauptcampus der Universität Leipzig. Durch einen Stadtführer erhielten sie einen umfassenden Einblick ins Studentenleben, Studienangebote und die Geschichte der Universität.

Insgesamt war es ein sehr abwechslungsreicher und informativer Tag.

Text: Lucy B., Bilder: Fr. Wogenstein

Ideologien der Ungleichwertigkeit – Demokratie-Projekttag der 9. Klassen

Im Alltag begegnen uns ständig Hass und Ungerechtigkeit. Doch wie erkennt man es und wie handelt man dann am besten?

Am 27.und 28.11.2025 lernten wir (die neunten Klassen) mit Hilfe des Projektes „Ideologien der Ungleichwertigkeit“, wie man mit solchen Situationen umgeht und setzten uns intensiv mit dem Thema auseinander. Geleitet wurde das Projekt von je zwei Studenten, die sich ehrenamtlich bei der Friedrich-Ebert-Stiftung engagieren.  

Nach einem kurzen Kennenlernen tasteten wir uns mit Einschätzungsfragen zu verschiedenen Aussagen, wie z.B. „Ist dir schon mal Ungerechtigkeit im Alltag begegnet?“ oder „Denkst du, dass die Interessen der Schüler an Schulen genug Gehör finden?“ etc. und verschiedenen Spielen langsam an das Thema heran. Dadurch kamen viele unterschiedliche Standpunkte zur Sprache und es wurde viel diskutiert.
Im theoretischen Teil des Projektes erfuhren wir, was dieser anspruchsvolle Titel eigentlich bedeutet sowie den Unterschied zwischen Ungleichheit und Ungleichwertigkeit. Wir diskutierten, wo konkret Ungleichwertigkeit im Alltag sichtbar wird. Wir versuchten auch, den Ursprung bzw. den Grund des „Schubladendenkens“ nachzuvollziehen.

In Gruppen untersuchten wir genau, gegen welche Gruppen sich dieser Hass richtet (z.B. Sexismus, Antisemitismus, Behindertenfeindlichkeit, …). In einer „Gallery of Hate“ stellten wir uns gegenseitig die einzelnen Ideologien vor und diskutierten diese zusammen.

Am Ende hörten wir die Geschichten von Menschen, die selbst schon Erfahrungen mit Hass und Ungerechtigkeit erlebt haben. Wir überlegten, wie man Betroffenen am besten hilft und hier präventiv tätig werden kann.

Der Workshop hat uns verdeutlicht, wie wichtig es ist, über Gerechtigkeit nachzudenken, unterschiedliche Perspektiven zu respektieren und sich gegen jede Form von Ausgrenzung stark zu machen.

Wir bedanken uns herzlich bei der Friedrich-Ebert-Stiftung für die spannende und lehrreiche Zusammenarbeit sowie bei unseren GRW-Lehrern, welche uns diesen Workshop ermöglicht haben!

Text: Elin F. (Kl.9a) und Sophie L. (Kl.9c), Bilder: Fr. Schloßbauer