Deutschunterricht im Freien

Schon in der vierten Woche des neuen Schuljahres hatten die Sechstklässler unseres Gymnasiums am Mittwoch, dem 3.9.2025, die Möglichkeit, eine spannende Theatervorstellung zu besuchen.

Mit „Rico, Oskar und die Tieferschatten“ von Andreas Steinhöfel, für die Bühne bearbeitet von Felicitas Loewe, stand ein Stück auf dem Programm, welches die Schülerinnen und Schüler gemeinsam mit den beiden Helden auf die Suche nach der Lösung eines kniffligen Rätsels schickte.

Nur vier Schauspielerinnen und Schauspielern gelang es auf einer kleinen Bühne im Theaterhof hervorragend, den realitätsnahen Charakteren Leben einzuhauchen.

Das nahm auch das junge Publikum zur Kenntnis:

„Es war toll, dass die Schauspieler auch die Umwelt mit einbezogen haben (Ein Helikopter flog mehrfach über unsere Köpfe hinweg…).“

„Das mit den Räumen, die man drehen konnte, war cool.“

„Mir gefiel besonders, dass der Schauspieler von Rico immer improvisieren konnte.“

So verwunderte es auch nicht allzu sehr, dass manche der Zuschauer gar nicht bemerkten, dass die Darstellerin Claudia Lüftenegger und der Schauspieler Patrick Bartsch gleich für mehrere Rollen verantwortlich zeichneten. Andere „…fanden es krass, wie man sich zwei verschiedene Texte merken kann!“.

Besonders gut kam an, dass sich ein hochbegabtes (Oskar) und ein nach eigener Aussage „tiefbegabtes“ Kind (Rico) fanden, um zusammen ein Abenteuer zu bestehen.

Text: Fr. Kunze, Gruppenbild: Hr. Zabel

Geschichtsexkursion der Klassen 10a und 10b ins Vogtlandmuseum

Die Klassen 10a und 10b besuchten im Rahmen des Geschichtsunterrichts am 26.08.2025 die Ausstellung „Plauen im Bombenkrieg“.

Besonders beeindruckend und erschreckend fanden wir die Darstellungen, wie viele Bomben an welchen Tagen 1944/45 auf Plauen gefallen sind und welche Zerstörungen und welches menschliche Leid sie verursachten. Wir konnten uns auch informieren, ob unsere heutigen Wohnviertel betroffen waren, was wir vorher nicht wussten.

Ausgestellt wurden auch Fotos von Gebäuden aus der Vorkriegszeit im Vergleich mit heute, z.B. die Dittes-Schule oder die Morgenbergstraße. Direkt ins Auge fielen uns die riesige Bombe und der Motor speziell für Panzer und Kettenfahrzeuge. Die guten Erklärungen dazu veranlassten besonders die Jungen zu technischen Diskussionen. 

Sehr toll fanden wir die Schilderung der Einzelschicksale, wodurch die Ausstellung persönlicher wirkte. Dadurch können wir in Ansätzen nachvollziehen, wie sich die Menschen damals fühlten. Aber so richtig vorstellen kann man es sich heute nicht. Auch das lebenslang wirkende Trauma der Menschen, die die Angriffe erlebten, muss furchtbar gewesen sein. Die Schülerinnen und Schüler der 10b wurden durch den Museumspädagogen, Herrn Fischer, in den noch existierenden Luftschutzkeller des Museums geführt. Das Gefühl, dort ohnmächtig den Bombenangriffen ausgesetzt gewesen zu sein, lässt uns froh sein, dass wir diese schlimme Zeit nicht miterleben mussten. Unsere Gedanken sind bei den Opfern des Krieges und bei allen, die überlebt haben. 

Vielen Dank für die Erfahrung, dieses tolle Museum besuchen zu dürfen. Danke an das Museum und an Frau Schreyer, die uns das ermöglichten.

Text: Fiona Golla, Elisabeth Hetzer , Fotos: Frau Schreyer